Ein Kärntner Triptychon
Uraufführung von Tamara Štajner und Paul-Henri Campbell
Ars ex Machina in Kooperation mit dem kärnten.museum

Uraufführung: 4. September 2026 / 19:30 Uhr (ausverkauft)
Weitere Vorstellungen: 5., 8., 11., 12., 14., 15. und 16. September 2026 / 19:30 Uhr
Vorstellungsdauer: ca. 90 Minuten (keine Pause)
Spielort: kärnten.museum, Museumgasse 2, 9021 Klagenfurt
Kartenvorverkauf: www.arsexmachina.com/karten / oeticket-Vorverkaufsstellen
Kartenreservierung*: +43 463 2400 25 / erlebnis@kaernten.museum (Abholung und Bezahlung in bar an der Abendkasse)
*Anrufe und Mails werden ausschließlich zu den Öffnungszeiten des kärnten.museums bearbeitet
Kartenpreise: € 26,- / € 20,- / € 16,- auf der AxM-Website | € 28,- / € 22,- / € 18,- an der Abendkasse
Kartenkategorien: Regulär / Pensionist:in / Unter 30 Jahre; Sozial benachteiligt
Abendkasse geöffnet ab 18:30 Uhr
Matinee* im Ingeborg-Bachmann-Haus (Henselstraße 26, 9020 Klagenfurt) am 28. August um 11 Uhr
*Eintritt frei – um Anmeldung unter axm@arsexmachina.com wird gebeten
Schauspiel: EVA BRUNNER, JULIA HAMMERL, CLEMENS JANOUT
Chor: ALFRED AICHHOLZER, HORST BERNEL, PEGGY FORMA, MARLENE KRAPFL, EVA SAMROCK
Regie: CHRISTINA CONSTANZE POLZER
Ausstattung: LISA WALDNER
Sounddesign: ANNA ANDERLUH
Ausstattungsmitarbeit: SARAH MATTITSCH
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: ISABELLA GSTÄTTNER
Grafik: SARAH-LISA BAHR
Fotografie: TIM DORNAUS
Produktionsleitung: CLEMENS JANOUT
Zu Ingeborg Bachmanns 100. Geburtstag lässt der Theaterverein Ars ex Machina das Autor:innen-Duo Tamara Štajner und Paul-Henri Campbell die Nixe Undine in einem Kärntner Triptychon beschwören. Anders als in „Undine geht“ verschiebt sich der Monolog, gerät außer Kontrolle: Bürgermeister Hans berauscht sich auf einem bizarren Volksfest mit einer Ansprache, die in traditionalistischer Sehnsucht und enthemmter Misogynie dahinplätschert – hier behaupten die Bachmann’schen Hans-Figuren ihre Welt. Unter den Besucherinnen und Besuchern schwirrt der Undinen-Geist, unterwandert, missversteht den Redner. Vom Volksfest ausgehend durchwandelt das Publikum zwei gegensätzliche Landschaften. In der ersten – „Undines Gedärm“ – sucht es einen neuen Umgang mit der Welt. Die zweite Landschaft ist ein Traumort, ein Raum erfüllt von Bachmanns Sprachkraft – das Publikum taucht in ein Zuversicht suchendes Klangfeld ein. Mit drei Schauspieler:innen (Eva Brunner, Julia Hammerl, Clemens Janout) entsteht unter der Regie von Christina Constanze Polzer ein immersives Theaterstück über Bachmann und ihr Kärnten: zwischen Idylle und Abgrund, Ausbruch und Heimsuchung. Denn: Nicht nur die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar – auch das Träumen.
Pressestimmen:
„Aus Anlass des 100. Geburtstags von Ingeborg Bachmann wäre auch eine prominentere Theaterverbeugung denkbar gewesen, aber kaum eine innigere: Der in Wien und Kärnten tätige Theaterverein Ars ex Machina zeigt im herausgeputzten Kärnten Museum in Klagenfurt (…) die Produktion ‚Inge träumt‘. Tamara Štajner und Paul-Henri Campbell entwickelten ein ‚Kärntner Triptychon‘, in dem Julia Hammerl als Bewusstseinshälfte ‚Inge‘, Clemens Janout als deren Ergänzung ‚Borg‘ und Eva Brunner als ein Bürgermeister namens ‚Hans‘ das Publikum durch das Haus bzw. eine bisweilen ziemlich abgründige Gedankenwelt führen.“ – Der Standard, 07.09.2026
„Gelungene Uraufführung von ‚Inge träumt‘ von Tamara Štajner und Paul-Henri Campbell. (…) Das runderneuerte Landesmuseum wurde (…) zu einem wahren Hauptdarsteller. Christina Constanze Polzer hat sich dafür einen detailreichen Parcours einfallen lassen, der das Publikum abwechselnd in drei Räume des Hauses führt. ‚Ein Bürgermeister mit Namen Hans‘ ist es, der mit seiner Festrede im Museums-Foyer gleich alle Themen auf den (Bier-)Tisch legt: (…) Mitreißend verkörpert die in Berlin lebende Kärntnerin Eva Brunner diesen volksnahen Dummkopf, rappt sich in Extase [sic!] und ermahnt immer wieder die Besucher, nicht auf die am Boden ausgebreitete Kärnten-Fahne zu treten. In einem mit weißen Pölstern und einer Video-Leinwand ausgestatteten ‚Traumraum‘ lassen sanfter Sound (Anna Anderluh) und einander überlagernde Bachmann- und Štajner-Texte die Zuseherinnen meditieren, während sie in der düsteren Black-Box des ‚Gedärms‘ hellwach sind – einem von der Künstlerin Lisa Walder gestalteten Albtraum aus Eingeweiden und toten Pflanzen, in dem die in Inge (Julia Hammerl) und Borg (Clemens Janout) aufgespaltete Frau ihre Missachtung durch den Mann (namentlich Max) verdaut und nicht mehr alles schlucken will. Starke Bilder, poetische Texte, ein wenig volkstümelnder Aktionismus und viel Humor zeichnen in dieser Inszenierung ein durchaus doppelbödiges Kärnten-Bild, das auch Ingeborg Bachmann vertraut gewesen sein dürfte.“ – Kleine Zeitung, 06.09.2026
„Als sinnliches Stationentheater ist am Freitag mit ‚Inge träumt‘ ein Auftragswerk für den jungen Theaterverein ‚Ars ex Machina‘ anlässlich des 100. Geburtstags von Ingeborg Bachmann über die Bühne des Kärnten Museums in Klagenfurt gegangen. Regisseurin Christina Constanze Polzer ließ bei dem ‚Kärntner Triptychon‘ Publikum und Schauspieler durch das Haus traumwandeln. Die logistische Meisterleistung machte die Uraufführung zum poetischen Erlebnis. Tamara Štajner, die derzeit mit ihrem Roman ‚Luft nach unten‘ die ORF-Bestenliste anführt, und ihr Mann Paul-Henri Campbell schufen auf Basis von Ingeborg Bachmanns Erzählung ‚Undine geht‘ eine poetische Assoziationskette von teils grotesken Szenen und fantastischen Traumbildern. Im Foyer eröffnet ein Bürgermeister ‚mit Namen Hans’ ein Volksfest mit einer Rede, teils kärntnerisch gerappt, jovial, aber voll frauenfeindlicher Bilder. Die in Deutschland lebende, gebürtige Kärntnerin Eva Brunner verkörpert hinreißend diese schulterklopfende Männerfigur. Gruppenweise macht sich das Publikum dann auf den Weg in zwei fantastische Landschaften. Im von der Künstlerin Lisa Waldner alptraumartig [sic!] und düster ausgestatteten ‚Gedärm’ wird das Patriarchat ‚verdaut‘ und mit Text-Bruchstücken der Kärntner Autorin Bachmann auf die Beziehung zu Max Frisch angespielt. Aufgesplittet in Inge (Julia Hammerl) und Borg (Clemens Janout) kotzt die Dichterinnen-Stimme ihre Wut auf die Männer in die Welt. Psychedelisch sanft geht es hingegen im völlig in Weiß gehaltenen Traumraum zu, wo ein Porträt von Ingeborg Bachmann auf das Publikum herunter lächelt und ein Klangteppich (Sounddesign: Anna Anderluh) den Hintergrund für die sich ergänzenden Worte von Bachmann und Štajner bildet. Ein Chor, der das Publikum zum Mitsingen eines doppelbödigen ‚Kärntnerliedes‘ (Marius S. Binder) auffordert und den Abend in Slowenisch ausklingen lässt, rundet die detailreich gestaltete Produktion ab. Mit ‚Inge träumt‘ verweist das Autoren-Ehepaar Štajner-Campbell sarkastisch und humorvoll auf unterschwelligen Faschismus, Misogynie und Heimattümelei – so wie es auch Ingeborg Bachmann in ihren Texten getan hat.“ – APA, 05.09.2026
„Das Theater Ars ex Machina [konnte] die Erfolgsautorin [Tamara Štajner] für eine Auftragsproduktion gewinnen. Als immersives Theaterstück konzipiert, gibt es keine vierte Wand. Die Zuschauer bewegen sich durch drei verschiedene, von Lisa Waldner gestaltete Räume. Die Aufhebung zwischen Bühne und Zuschauerraum macht deutlich: Es geht um uns – hier und jetzt. ‚Inge träumt‘ zeigt im Bachmann-Jahr zum 100. Geburtstag, dass eben nicht nur die Wahrheit, sondern auch das Träumen dem Menschen zumutbar ist.“ – ORF Kärnten, 04.09.2026
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